#explorefreischütz

06 Apr '21 / 20:00

Berlin | Konzerthaus Berlin

Gendarmenmarkt
10117 Berlin

Organizer

Der Vorverkaufsbeginn wird noch bekannt gegeben.

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#explorefreischütz

#explorefreischütz

Ein Auftragswerk zum 200. Jubiläum des Konzerthaus Berlin


Damals Teufel, heute Smartphone? Welche Pakte gehen wir heute ein auf der Suche nach Liebe, Wahrheit, Anerkennung? Dies Sehnsucht nach einem neuen Miteinander und einem neuen WIR inspiriert das STEGREIF.orchester, improvisierend zu reflektieren, auswendig und ohne Dirigent das bewunderte Erbe der Kompositionen des 19. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken und frei beweglich in neuen Dimensionen zu erkunden. Gemeinsam mit dem Publikum entsteht ein sinfonisch-musiktheatraler Raum.
#explorefreischütz ist ein Auftragswerk des Konzerthauses Berlin zu dessen 200-jährigen Jubiläum. In dem geschichtsträchtigen Haus am Gendarmenmarkt wurde 1821 Carl Maria von Webers Freischütz uraufgeführt. Aus dem Anlass gestaltet das Konzerthaus in der Saision 2020/21 eine Reihe von Uraufführungen und Sonderprojekten unter dem Motto DER PAKT MIT DEM TEUFEL.

Die Re-Kompositionen des STEGREIF.orchesters schlagen stets Brücken zwischen klassischen Originalwerken, Improvisation und anderen musikalischen Genres - und was länge in diesem Fall näher als das Volkslied. Der Freischütz wurde nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen volksliedhaften Melodien zur deutschen Nationaloper stilisiert - heutzutage ein Erbe, dem man sich durchaus kritisch nähern muss. Das Werk entstand jedoch an einer Wende der Zeit: wurde der Epoche der Klassik die Idee der Universalität zugeschrieben, so war das 19. Jahrhundert, die Romantik, geprägt von Nationalgedanken. Diese beiden so gegensätzlich scheinenden Epochen überlagerten sich jedoch. Erst drei Jahre NACH Webers romantischer Nationaloper vollendete Ludwig van Beethoven mit seiner 9. Sinfonie ein epochales Universalwerk, das bis heute für den europäischen Gedanken steht.  

In #explorefreischütz sollen diese beiden epochenprägenden Werke verschränkt und nicht nur mit deutschen, sondern mit europäischen Volksliedern erweitert werden, um Fragen nach Nationalstil und europäischen Gedanken, nach Verlockung und Verführung, nach Tradition und Herkunft, nach Gemeinsamkeit und Zusammenhalt neu zu stellen.  


FOTO: (C) NAVINAFOTOGRAFIERT

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